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Krebs

KrebsDie Positronen-Emissions-Tomographie in der Frühsterkennung von Krebserkrankungen

Die FDG-PET hat sich mittlerweile zum Goldstandard bei onkologischen Fragestellung entwickelt (“New England Journal of Medicine” (Juweid and Cheson 2006), “Radiology” (von Schulthess et al. 2006), “British Journal of Radiology” (Eil 2006), European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging (Fischer B., Barbet, J. et al. 2006, 33:627 – 630), Deutsche Medizinische Wochenschrift, DMW (Bamberg, Diehl et al. 2006) und Dtsch. Ärzteblatt (Bockisch et al. 2006)). Die Nachweisgrenze der PET liegt im Bereich von 105 bis 106 bösartige Zellen. Ein Tumor von 106 Zellen hat einen Durchmesser von ca. 1 mm (European Journal of Nuclear Medicine Vol. 33 No6)

Bereits seit den 90er Jahre hat die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) eine zunehmende Bedeutung in der klinischen Diagnostik von Krebserkrankungen und in der Früherkennung des Morbus Alzheimer erlangt. Die onkologische PET basiert auf dem von Otto Warburg bereits 1927 entdeckten Prinzip, dass Tumore einen verstärkten Stoffwechsel haben und somit auch verstärkt Zucker aufnehmen, so dass sie von nicht bösartigem Gewebe unterschieden werden können. Mittels eines intravenös applizierten schwach radioaktiv markierten Zuckers (in der Regel mit Fluor-18 markierte Glucose) kann die Positronen-Emissions-Tomographie den Glukosestoffwechsel im Patienten ohne Eingriffe verfolgen und quantifizieren. Diese Substanz weist selbst keinerlei pharmakologische Wirkung auf, Sie werden also von der Injektion keine Wirkung verspüren.

Ist die Strahlenexposition überhaupt schädlich?

Es gibt Studien, die zeigen, dass niedrige Dosen von Radioaktivität gesund sind (Hormesis). Bei Spulwürmern beispielsweise konnte nachgewiesen werden, dass diese nach Bestrahlung länger leben. Hingegen gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die beweisen, dass diese niedrigen Dosen wirklich schädlich sind. (L.E. Feinendegen: Biologic Responses to Low Doses of Ionizing Radiation Detriment Versus Hormesis Part I+II. Journal of Nuclear Medicine 2001) Unter niedriger Dosis wird hier eine Dosis von weniger als 285 mSv verstanden. Die Dosis bei der PET/CT Untersuchung beträgt lediglich 14 mSv. Feinendegen führt sogar aus, dass die Hypothese, dass radioaktive Strahlung selbst in niedriger Dosis krebserregend ist, unfundiert und falsch ist (L.E. Feinendegen: Evidence for benificial low level radiation effects and radiation hormesis. British Journal of Radiology 78-2005)

Aus den so gewonnenen Daten können funktionsanatomische Bilder erstellt werden. Dabei ist die PET bei den meisten onkologischen Fragestellungen den bisher üblichen Untersuchungsverfahren wie Computer-Tomographie, Kernspin-Tomographie, Ultraschall, Tumormarker-Bestimmungen und klinische Untersuchungen deutlich überlegen. So findet PET beispielsweise mehr als 80 mal häufiger Krebs im Frühstadium, vor allem auch in einem früheren Krebsstadium, als es die normale Vorsorgemedizin leistet. Auch bei der Suche nach einem unbekannten Primärtumor oder bei der Unterscheidung einer Narbe nach Krebsoperation von einem Krebsrezidiv ist die PET allen anderen Methoden haushoch überlegen.

FDG-PET ist der Goldstandard für onkologische Fragestellungen. Die Nachweisgrenze der PET liegt im Bereich von 105 bis 106 bösartiger Zellen. Ein Tumor von 106 Zellen hat ca. einen Durchmesser von 1 mm (European Journal of Nuclear Medicine Vol.33 No6).

Ferner kann die PET bereits nach kurzer Zeit feststellen, ob die Chemotherapie bei einem Krebs-Patienten überhaupt etwas nützt, so dass ggf. rechtzeitig auf ein anderes Therapiekonzept umgestellt werden kann. So können die Nebenwirkungen einer ineffektiven Chemotherapie vermieden und Kosten gespart werden.

Da es mittlerweile Medikamente gibt, die den Verlauf des Morbus Alzheimers für mindestens zwei Jahre verzögern und stoppen, ist der Einsatz von PET in der Früherkennung des Morbus Alzheimer wichtig und ebenfalls äußerst hilfreich.

Zusammenfassend ist PET ein nicht invasives, bildgebendes Verfahren mit enormen Möglichkeiten in der Krebsdiagnostik, die jedoch erst seit wenigen Jahren in der klinischen Routine genutzt werden. In den USA ist das Verfahren mittlerweile von der FDA anerkannt und wird dort von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, ebenso auch in Italien, der Schweiz sowie in Belgien und in vielen weiteren europäischen Ländern, jedoch leider noch nicht in Deutschland.