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Onkologie

Das Ansprechen auf eine Chemotherapie hängt von sehr vielen Faktoren ab. Die bekannten Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Körpergewicht, Begleiterkrankungen (beispielsweise Leber- oder Nierenfunktionsstörung) und auch bestimmte Gewohnheiten (wie beispielsweise Alkoholkonsum oder Rauchen) werden bei der Therapieentscheidung berücksichtigt.

Die Wirksamkeit eines Chemotherapeutikums wird durch seine Konzentration am Zielorgan der Malignomzelle bestimmt, dies wird zentral durch pharmakokinetische Parameter, Aktivierung, Metabolismus und Ausscheidung beeinflusst. Geregelt werden diese Vorgänge durch polymorphe Gene, daher können entsprechend große Unterschiede beim Ansprechen auf eine Therapie auftreten.

Daher werden bei uns auch individuelle genetische Faktoren bei der Therapieplanung als wichtige Entscheidungskriterien miteinbezogen. Hierfür werden untersucht:

  • Pharmakokinetik: Genetische Einflussfaktoren auf Wirksamkeit und Toxizität (Nebenwirkungen) von Arzneimitteln werden untersucht.
  • Pharmakogenomik: Gene, die die Pharmakokinetik und Pharmakodynamik eines Arzneistoffes beeinflussen können, werden untersucht.

Im Rahmen dieser pharmakogenetischen Methoden werden punktuelle genetische Polymorphismen bestimmt, die Einfluss auf die Aktivität von Schlüsselproteinen für die Arzneimittelwirkung und den Arzneimittelmetabolismus haben. Sie erlauben bei einigen Zytostatika eine Vorhersage von Ansprechen und Toxizität.

Zusätzlich zeigt die Genexpressionsanalyse weitere genetische Determinanten für das Ansprechen und die Toxiziät von Chemotherapeutika.

Prädiktive Marker bieten eine zusätzliche, wichtige Hilfestellung bei der Auswahl einer erfolgversprechenden individualisierten Chemotherapie.

(D. P. Berger et al. Das rote Buch-Hämatologie und Internistische Onkologie, Seite 337, 2014 Ecomed Medizin).

Durch die Gemeinsamkeit von modernster Diagnostik mittels PET/CT, SPECT/CT, Hochfeld-MRT, Multislice-CT, großem Labor und enger Kooperation mit Metavectum und Lance werden die Patienten schnellstens und möglichst optimal umfassend und individuell betreut.

Dabei setzen wir unsere Schwerpunkte nicht nur auf die best mögliche individuelle Therapie, sondern vor allem auf den Erhalt bzw. die Wiederherstellung der besten Lebensqualität. Die Therapie soll hoch wirksam mit möglichst wenigen Nebenwirkungen durchgeführt werden.

Die Analyse der individuellen Biochemie der Krebszellen und Testungen, welches Mittel am besten wirkt (vor allem auch, welches Mittel nicht oder nur vermindert wirkt), erlaubt eine sicherer greifende Therapie. Der Erfolg dieser Therapie, das Ansprechen, kann bereits 2 bis 3 Wochen nach Therapiebeginn mit einer zweiten PET/CT gemessen werden.

Auch im Verlauf einer erfolgreichen Therapie verändern die Krebszellen häufig ihre individuellen genetischen Faktoren. Dies kann rechtzeitig durch eine erneute Blutuntersuchung, bei der die zirkulierenden Tumorzellen isoliert und analysiert werden, gemessen werden. Nach erneuter Chemosensitivitätstestung (Untersuchung, gegen welche Medikamente die Krebszellen empfindlich oder weniger bzw. kaum empfindlich sind) kann die Therapie direkt geändert und angepasst werden.

Diese individuelle/personalisierte Therapie ermöglicht eine kontinuierliche, optimale Verlaufskontrolle und ständige Anpassung an die sich ändernden Verhältnisse und somit auch eine Verbesserung der gesamten Situation.