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Strahlenexposition

Ist die Strahlenexposition überhaupt schädlich?

Es gibt Studien, die zeigen, dass niedrige Dosen von Radioaktivität gesund sind (Hormesis). Bei Spulwürmern beispielsweise konnte nachgewiesen werden, dass diese nach Bestrahlung länger leben. Hingegen gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die beweisen, dass diese niedrigen Dosen wirklich schädlich sind. (L.E. Feinendegen: Biologic Responses to Low Doses of Ionizing Radiation Detriment Versus Hormesis Part I+II. Journal of Nuclear Medicine 2001) Unter niedriger Dosis wird hier eine Dosis von weniger als 285 mSv verstanden. Die Dosis bei der PET/CT Untersuchung beträgt lediglich 14 mSv. Feinendegen führt sogar aus, dass die Hypothese, dass radioaktive Strahlung selbst in niedriger Dosis krebserregend ist, unfundiert und falsch ist (L.E. Feinendegen: Evidence for benificial low level radiation effects and radiation hormesis. British Journal of Radiology 78-2005)

Die derzeitige Strahlenschutzgesetzgebung geht von einer linearen Dosiswirkungsbeziehung ohne Schwellendosis aus (http://www.bfs.de/de/ion/wirkungen/ hormesis.htm). Selbstverständlich führen wir alle nuklearmedizinischen und auch radiologischen Untersuchungen nur unter Berücksichtigung der Strahlenschutzverordnung durch. Die Röntgenstrahlung wird nicht angewendet, wenn auf die Untersuchung verzichtet werden kann oder gleichwertige Untersuchungsverfahren möglich sind, die ohne oder mit geringerer Strahlung auskommen. Dabei wird die durch die ärztliche Untersuchung bedingte Strahlenexposition soweit eingeschränkt, wie dies mit den Erfordernissen der medizinischen Wissenschaft zu vereinbar ist. Entsprechend §23 Absatz 1 RöV wird jeweils eine einzelfallbezogene Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen. Dabei wird jeweils festgestellt, ob der gesundheitliche Nutzen der jeweiligen Anwendung von Röntgenstrahlung gegenüber dem Strahlenrisiko überwiegt. Bei der Beurteilung und Abwägung werden andere Verfahren mit berücksichtigt. Dabei setzt die diagnostische Anwendung voraus, dass sich der aus Ihr resultierende Befund auf die Therapie auswirkt oder den Krankheitsverdacht bestätigt oder ausschließt.