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Calcium-Score – Einstufung des Risikos für ein Koronarereignis

Der Calcium-Score ist ein Maß zur Quantifizierung der Verkalkung der Koronararterien er wird mittels Computertomographie (CT) des Herzens und einer entsprechenden Software bestimmt. Ein erhöhter koronarer Calcium-Score ist mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Herzinfarkt) assoziiert.

Umgekehrt gilt, dass bei asymptomatischen Patienten mit einem Calcium-Score von 0 (kein Koronarkalk) ein Koronarereignis für die nächsten 10 Jahre zu 99% ausgeschlossen werden kann. Dies zeigte eine Studie an über 40.000 Teilnehmern ohne koronare Herzkrankheiten (Blaha M. et al. 2009).

Auch Auswertungen der MESA-Studie (Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis ) haben gezeigt, dass bei Abwesenheit von koronarer Verkalkung selbst bei Individuen mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck oder familiärer Vorbelastung die Wahrscheinlichkeit eines koronaren Ereignisses sehr niedrig ist (Budoff M. et al 2009).

Die Heinz Nixdorf Recall-Studie am Uniklinikum Essen mit rund 4800 Teilnehmern hat gezeigt, dass die Koronarverkalkung nahezu unabhängig von den obengenannten kardiovaskulären Risikofaktoren fortschreitet. Diese regelhafte Zunahme erlaubt nach einmaliger Bestimmung der aktuellen Verkalkung die Berechnung, wann kritische Schwellenwerte überschritten werden (Erbel R. et al. 2014).

Budoff M. et al.: Cardiovascular events with absent or minimal coronary calcification: the Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis (MESA). In: Am Heart J 2009; 158 (4): 554-561.

Blaha M. et al.: Absence of Coronary Artery Calcification and All-Cause Mortality. In: J Am Coll Cardiol Img 2009;2:692–700.

Erbel R. et al.: Progression of coronary artery calcification seems to be inevitable, but predictable – results of the Heinz Nixdorf Recall (HNR) study. In: European Heart Journal 2014 35, 2960–2971.