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DKFZ – Mehr als ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen lassen sich auf beeinflussbare Krebsrisikofaktoren zurückführen

Wissenschaftler vom Krebsforschungszentrum Heidelberg haben herausgefunden, dass allein in Deutschland ca. 165.000 Krebsneuerkrankungen auf die Risikofaktoren Rauchen, Alkohol und fettes Essen zurückzuführen sind. Davon sind mehr als die Hälfte allein auf die negativen Folgen des Tabakkonsums zurückzuführen. Hilfe zur Selbsthilfe gegen Krebs. In: General Anzeiger Bonn 04.09.2018

CUP-Syndrom – Diagnostik

Übersetzt: „Cancer of unknown primary“ bezeichnet das CUP-Syndrom metastasierte Erkrankungen mit unbekanntem Primärtumor. Bis zu 4 % der Krebserkrankungen fallen in diese Kategorie, am häufigsten sind Metastasen in Lymphknoten, Lunge, Leber oder Knochen. Durch verschiedene Metaanalysen wurde gezeigt, dass die Diagnostik mittels FDG-PET/CT in der Lage ist, den CUP-Befunden in ca. 40 % aller Fälle einen Primärtumor zuzuordnen und das selbst, wenn alle vorherigen Untersuchungen diesen...

PET/CT – Präzisere Tumordiagnostik für eine individualisierte Therapie

Eine im Deutschen Ärzteblatt publizierte Übersichtsarbeit zur Wertigkeit von PET bei onkologischen Fragestellungen zeigt erneut, dass die PET/CT die Präzision der onkologischen Diagnostik verbessert. Bei der nichtinvasiven Hybriduntersuchung PET/CT (Positronen Emissions Tomographie in Kombination mit Computertomographie) werden molekulare und anatomische Informationen in einer Untersuchung erfasst. Dabei werden verschiedene Radiopharmaka zur Darstellung unterschiedlicher...

Prävention und der Kampf gegen Krebs

Seit langem hat sich die Einsicht manifestiert, dass die Prävention und Gesundheitsvorsorge die Schlüssel zur Vermeidung von Krebserkrankungen sind. Dennoch sieht die Realität in Deutschland so aus, dass der Mensch vom Gesundheitssystem erst wahrgenommen wird wenn er erkrankt ist. Der Krebs beginnt jedoch nicht erst mit der Diagnose. Es gab vielfältige Initiativen, das Verhindern der Krankheit mehr in den Focus zu stellen. Das „Präventionsgesetz“, die „Strategie zur Reduktion von...

PET/CT als Kassenleistung bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren

Ab sofort kann bei Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren eine PET/CT Untersuchung zur Diagnose von befallenen Halslymphknoten durchgeführt werden. Im Einzelnen kann die PET/CT erfolgen, wenn entschieden werden soll, ob Halslymphknoten operiert (neck dissection) werden müssen, oder wenn der Primärtumor unbekannt ist, oder aufgrund einer Metastase im Kopf-Hals-Bereich ebenfalls eine Entscheidung zur Entfernung der Halslymphknoten ansteht (CUP-Syndrom). Außerdem kann die...

Jodblockade der Schilddrüse bei einem Reaktorunfall

Bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk können große Mengen radioaktives Jod in die Atmosphäre gelangen. Dieses radioaktive Jod wird von der Schilddrüse genauso wie natürliches Jod aufgenommen und eingelagert. Dies erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit für Schilddrüsenkrebs. Als Jodblockade bezeichnet man die vorbeugende Einnahme von hoch dosiertem natürlichem Jod. Die Schilddrüse kann nur eine bestimmte Menge Jod aufnehmen, wenn sie mit natürlichem Jod gesättigt ist,...

Risiko Brustkrebs – Schilddrüsenkrebs

Seit längerem wird über einen Zusammenhang zwischen Brust- und Schilddrüsenkrebs diskutiert. Nun zeigt eine Metaanalyse von 37 Studien (19 mit Brustkrebspatientinnen und 18 mit primärem Schilddrüsenkarzinom), die bis 1966 zurückgehen, dass Frauen mit Brustkrebs ein erhöhtes Risiko haben, auch noch an einem Schilddrüsenkarzinom zu erkranken. Auch umgekehrt haben Frauen mit einem Schilddrüsenkarzinom ein erhöhtes Risiko für einen Zweittumor in der Brust. Der kausale Zusammenhang ist...

Calcium-Score – Einstufung des Risikos für ein Koronarereignis

Der Calcium-Score ist ein Maß zur Quantifizierung der Verkalkung der Koronararterien er wird mittels Computertomographie (CT) des Herzens und einer entsprechenden Software bestimmt. Ein erhöhter koronarer Calcium-Score ist mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Herzinfarkt) assoziiert. Umgekehrt gilt, dass bei asymptomatischen Patienten mit einem Calcium-Score von 0 (kein Koronarkalk) ein Koronarereignis für die nächsten 10 Jahre zu 99% ausgeschlossen werden...

Substituierung von Vitamin D3 – Der Calcuim-Magnesium-Vitamin-D3-Wirkungsmechanismus

Für die körpereigene Produktion von Vitamin D3 ist ausreichend Sonnenlicht notwendig. In Deutschland ist dies nur im Hochsommer der Fall, wenn man den ganzen Tag lang mit möglichst großer Hautoberfläche im Freien unterwegs ist. Dementsprechend sollte Vitamin D3 substituiert werden. Vitamin D3 wird im Körper in die zwei Hormone Calcidiol und Calcitriol umgewandelt. Beide sind aktiver Bestandteil des Vitamin-D3-Rezeptor-Systems, welches einen Teil unserer Gene reguliert. Ist dieses...

Neue Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch Institut (STIKO)

Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse hat die STIKO die Empfehlungen für die Gelbfieberimpfung und für die Pneumokokken-Impfung bei Kindern angepasst. Für die Gelbfieberimpfung wird keine Auffrischung mehr empfohlen, da in Studien der lebenslange Schutz nach einmaliger Immunisierung nachgewiesen wurde. Bei der Pneumokokken-Impfung für Säuglinge und Kinder erlauben die neuen Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffes eine Reduktion von vier auf drei Impfdosen. Die Änderungen müssen...
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