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CUP-Syndrom – Diagnostik

Übersetzt: „Cancer of unknown primary“ bezeichnet das CUP-Syndrom metastasierte Erkrankungen mit unbekanntem Primärtumor. Bis zu 4 % der Krebserkrankungen fallen in diese Kategorie, am häufigsten sind Metastasen in Lymphknoten, Lunge, Leber oder Knochen.

Durch verschiedene Metaanalysen wurde gezeigt, dass die Diagnostik mittels FDG-PET/CT in der Lage ist, den CUP-Befunden in ca. 40 % aller Fälle einen Primärtumor zuzuordnen und das selbst, wenn alle vorherigen Untersuchungen diesen nicht nachweisen konnten.

Die Vorteile der Hybriduntersuchung PET/CT liegen in der Kombination von funktioneller (PET – Positronen Emissions Tomographie) und anatomischer (CT – Computer Tomographie) Bildgebung in einer Ganzkörperuntersuchung.

Seit letztem Jahr ist die FDG-PET/CT bei unbekannten Primärtumorsyndromen des Kopf-Hals-Bereichs als Kassenleistung anerkannt.

 

Quelle: Zaun G, Schuler M, Herrmann K, Tannapfel A: CUP syndrome—metastatic malignancy with unknown primary tumor. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 157–62.