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Der Lungenrundherd – Ein diagnostisches Dilemma

Der Lungenrundherd – Ein diagnostisches Dilemma

Muss immer biopsiert werden, um ein malignes Geschehen sicher auszuschließen?

Bei der Diagnose Lungenrundherd stellt sich die Frage nach dem weiteren Vorgehen. Zum einen gilt es, ein Bronchialkarzinom im Frühstadium nicht zu übersehen und zum andern, den Patienten nicht einem unnötigen Operationsrisiko auszusetzen.

Zunächst muss das Malignitätsrisiko eingeschätzt werden. Dies ist u. a. abhängig vom Alter und den Lebensgewohnheiten des Patienten (Raucher?) aber auch von der Morphologie des Rundherdes und von bestehenden Vorerkrankungen.

Bei der radiologischen Abklärung können die sogenannten Fleischner-Kriterien herangezogen werden. Hier werden Abhängig von Tumorrisiko und Größe des Rundherdes verschiedene CT Kontrollschemata empfohlen.

Bei Patienten mit moderatem (5 bis 65 %) und hohem (> 65 %) Risiko) sollte bei einem Durchmesser von >8 mm ein FDG PET/CT, eine Biopsie oder eine Resektion ins Auge gefasst werden.

Die Abklärung pulmonaler Rundherde sollte möglichst im interdisziplinären Team in einem Lungenkrebszentrum durchgeführt werde.

Der Lungenrundherd ist ein Dilemma – Pneumonews 2018; 10 (2)