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Jodblockade der Schilddrüse bei einem Reaktorunfall

Bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk können große Mengen radioaktives Jod in die Atmosphäre gelangen. Dieses radioaktive Jod wird von der Schilddrüse genauso wie natürliches Jod aufgenommen und eingelagert. Dies erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit für Schilddrüsenkrebs.

Als Jodblockade bezeichnet man die vorbeugende Einnahme von hoch dosiertem natürlichem Jod. Die Schilddrüse kann nur eine bestimmte Menge Jod aufnehmen, wenn sie mit natürlichem Jod gesättigt ist, kann sie kein radioaktives Jod mehr einlagern.

Wichtig ist, dass Jodtabletten zum richtigen Zeitpunkt eingenommen werden, damit sie optimal wirken. Die Katastrophenschutzbehörden verteilen im Ernstfall Jodtabletten in den betroffenen Gebieten und geben bekannt, wann diese zu nehmen sind.

Zur privaten Vorsorge sind rezeptfreie Tabletten in der Apotheke erhältlich.

Wichtig: Hierbei handelt es sich nicht um Tabletten zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten!

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit:

http://www.jodblockade.de