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Vitamin D und Covid 19

Vitamin D und Covid 19

Weltweit lassen sich große Unterschiede der gesundheitlichen Auswirkung und der Erkrankungsrate von Covid-19 beobachten. Einiges weist darauf hin, dass der jeweiligen Vitamin-D-Versorgung dabei eine besondere Bedeutung zukommt.

Es fällt auf, dass schwere Verläufe von Covid-19 vor allem bei Bevölkerungsgruppen zu beobachten sind, bei denen ein Vitamin-D-Mangel häufiger vorkommt. Dies trifft vor allem auch auf ältere Personen und Menschen in Pflegeeinrichtungen zu, die altersbedingt oder bedingt durch Lebensumstände weniger Vitamin-D synthetisieren können. Auch fällt eine Korrelation zwischen Ländern mit niedrigen mittleren Vitamin-D-Spiegeln und im Vergleich höheren Erkrankungs- und auch Todesraten auf. Auch der Ausbruch der Pandemie im Winter, der Zeit in der die Vitamin D Konzentration am niedrigsten ist, fügt sich in dieses Bild ein.

Es ist bekannt, dass es einen Zusammenhang zwischen schlechter Vitamin-D-Versorgung und einer erhöhten Anfälligkeit für Atemwegsinfekte gibt. Hier kann eine Vitamin-D-Supplementierung sinnvoll sein. Vitamin D unterstützt zum einen das Immunsystem, zum andern verhindert es aber auch Überreaktionen des Immunsystems. Da eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu einem sogenannten Zytokin-Sturm führt, kann hier Vitamin D helfen, die überbordende Immunreaktion abzuschwächen.

Grant WB, et al.: Evidence that Vitamin D Supplementation Could Reduce Risk of Influenza and COVID-19 lnfections and Deaths. In: Nutrients 12(4) 2020

Ali Daneshkhah et al.: The Possible Role of Vitamin D in Suppressing Cytokine Storm and Associated Mortality in COVID-19 Patients. In: BMJ (2020)

Petre Cristian Ilie et al.: The role of vitamin D in the prevention of coronavirus disease 2019 infection and mortality; Aging Clin Exp Res (2020).